
Energetisch ineffiziente Objekte werden am Mietmarkt zunehmend zum Risiko. Was das für Vermieter in Berlin und Brandenburg konkret bedeutet.
Energetisch schlecht bewertete Immobilien (Klassen F–H) erzielen am Markt zunehmend niedrigere Verkaufspreise und Mietrenditen. Wer jetzt modernisiert, profitiert von bis zu 70 % BAFA-Förderung, einem verbesserten Energieausweis und steigender Vermietbarkeit. Der Break-Even liegt bei realistischer Förderung und Mietanpassung oft unter 10 Jahren.
Seit 2023 müssen Vermieter den Energieausweis bereits in der Immobilienanzeige transparent ausweisen. Objekte der Energieklassen F, G und H werden am Markt zunehmend mit Abschlägen gehandelt – sowohl bei der Mietrendite als auch beim Verkaufspreis. Eine Modernisierung auf Klasse C oder besser verbessert nicht nur den Wert, sie schützt auch vor regulatorischem Druck.
Wer jetzt modernisiert, profitiert von aktuell hoher Förderung (BAFA bis 70 % – politisch nicht dauerhaft garantiert), der Möglichkeit zur Bündelung mehrerer Maßnahmen (Wärmepumpe + Dämmung + PV = mehrere Fördertöpfe), und einem Zeitvorteil bei der Fachbetriebsauslastung: Wer heute plant, bekommt früher Termine als wer nach dem Heizungsausfall anruft.
Ein Objekt der Klasse H verbraucht im Schnitt mehr als das Dreifache der Energie eines Effizienzhaus-55-Gebäudes. Mit steigenden Energiepreisen belastet das zunehmend die Nebenkosten der Mieter – was Fluktuationsrisiken erhöht und Neuvermietungen erschwert. Energetisch schlechte Objekte sind von der Mietpreisbremse stärker betroffen.
1. Objekte kurz vor dem Verkauf: Rentabilität einer Modernisierung oft gering – außer wenn die Effizienzklasse den Kaufpreis signifikant zieht.
2. Langfristportfolio: Modernisierung lohnt sich klar, Amortisierung oft unter 10 Jahren.
3. Objekte mit akutem Handlungsbedarf: Handeln nicht optional – nur das Wie ist die Frage.
Verliere ich Mieter, wenn ich die Heizung tausche? In der Regel nicht. Moderne Wärmepumpen sind zuverlässig und leise. Der Einbau wird mit dem Mieter koordiniert und ist meist innerhalb weniger Tage abgeschlossen.
Verbessert eine Wärmepumpe den Energieausweis meiner Immobilie? Ja, in der Regel deutlich. Zusammen mit ergänzenden Maßnahmen wie Dämmung kann eine Verbesserung um mehrere Effizienzklassen erreicht werden.
Kann ich mehrere Fördermaßnahmen gleichzeitig beantragen? Ja, verschiedene Maßnahmen (Wärmepumpe, Dämmung, PV) können über BEG EM jeweils separat gefördert werden – solange jede Maßnahme einzeln beantragt wird.
Quellen: IW Köln Studie Energieeffizienz und Immobilienwerte 2023, Energieausweis-Pflicht § 87 GEG, Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, BAFA BEG EM Autor: Johannes Falke – Energiemakler & Gründer, Wärmepumpen Makler Berlin-Brandenburg

Als Vermieter rechnen Sie anders als ein Selbstnutzer. Wann lohnt sich der Heizungstausch im Mietobjekt – und welche Fehler kosten wirklich Geld?

Balkonkraftwerke amortisieren sich in 3–5 Jahren, sind ab 600 Euro zu haben und lassen sich ideal mit einer Wärmepumpe kombinieren. Der einfachste Weg in die eigene Stromerzeugung.

Das Gebäudeenergiegesetz gilt – aber die Fristen unterscheiden sich je nach Gemeindegröße. Was für Ihr Haus in Berlin oder Brandenburg konkret gilt.
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