Wärmepumpe und Photovoltaik kombinieren: Was sich wirklich rechnet
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Wärmepumpe und Photovoltaik kombinieren: Was sich wirklich rechnet

19.06.2026 6 Min. 0 mal gelesen 0 Kommentare
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Wärmepumpe plus PV-Anlage – auf dem Papier eine perfekte Kombination. Was in der Praxis wirklich funktioniert und worauf Sie achten sollten.

Wärmepumpe und PV kombinieren sich gut, weil die PV-Anlage den eigenen Strom liefert, den die Wärmepumpe verbraucht. Der Eigenverbrauchsanteil steigt durch intelligente Steuerung: Die Wärmepumpe heizt besonders dann, wenn PV-Überschuss entsteht. Beide Systeme sind separat förderbar – über BAFA (Wärmepumpe) und SolarPLUS/Bundesförderung (PV).

Warum die Kombination prinzipiell gut funktioniert

Wärmepumpen brauchen Strom. PV-Anlagen produzieren Strom, am meisten dann wenn die Sonne scheint: Frühjahr bis Herbst. Im Winter produziert die PV-Anlage am wenigsten. Dennoch lässt sich der Eigenverbrauchsanteil durch intelligente Steuerung erhöhen: Die Wärmepumpe heizt dann besonders aktiv, wenn die PV-Anlage überschüssigen Strom produziert – und speichert die Wärme in einem Pufferspeicher oder in der Gebäudemasse.

Was den Unterschied macht: Steuerung und Speicher

Ohne intelligente Steuerung verpufft ein großer Teil des Synergiepotenzials. Moderne Wärmepumpenregler können die PV-Einspeisung abfragen und den Betrieb entsprechend anpassen. Ein Batteriespeicher verbessert den Eigenverbrauch zusätzlich, rechnet sich aber nicht immer: Die Investitionskosten (ca. 8.000–15.000 €) müssen durch eingesparte Stromkosten amortisiert werden. Das dauert je nach Systemgröße 10–18 Jahre.

Förderung für beide Systeme separat möglich

Wärmepumpe und PV-Anlage werden fördertechnisch separat behandelt. Die Wärmepumpe kann über BAFA (BEG EM) mit bis zu 70 % gefördert werden. PV-Anlagen auf Wohngebäuden profitieren in Berlin zusätzlich vom Berliner Solargesetz und dem Förderprogramm SolarPLUS. Die Anträge müssen vor Beauftragung der jeweiligen Maßnahme gestellt werden – das ist ein häufiger Fehler.

Wann lohnt sich die Kombination?

Die Kombination lohnt sich vor allem, wenn das Dach für PV geeignet ist (Ausrichtung, Neigung, keine Verschattung), ein Pufferspeicher integriert wird, die Wärmepumpe PV-Ready ist und der Eigenverbrauch durch Steuerung optimiert wird. Für Einfamilienhäuser in Brandenburg mit ausreichend Grundstück und gut ausgerichtetem Dach ist dies eine der wirtschaftlich attraktivsten Kombinationen.


Häufig gestellte Fragen

Kann ich Wärmepumpe und PV gleichzeitig fördern lassen? Ja. Beide Systeme werden separat gefördert – Wärmepumpe über BAFA (BEG EM), PV in Berlin über SolarPLUS und Bundesförderung. Anträge müssen jeweils vor Beauftragung gestellt werden.

Brauche ich einen Batteriespeicher für die Kombination? Nein, aber er erhöht den Eigenverbrauchsanteil. Die Entscheidung hängt von den Systemkosten und der Amortisationszeit ab – oft 10–18 Jahre.

Was bedeutet PV-Ready bei einer Wärmepumpe? PV-Ready bedeutet, dass die Wärmepumpe die aktuelle PV-Produktion abfragt und den Heizbetrieb entsprechend steuert – also mehr heizt, wenn Solarstrom überschüssig vorhanden ist.


Quellen: BAFA BEG Merkblatt, Berliner Solargesetz (EWG Bln), Fraunhofer ISE Stromkostenanalyse Wärmepumpen Autor: Max Schneider – Technischer Experte, Wärmepumpen Makler Berlin-Brandenburg

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