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Technik

Heizstab bei der Wärmepumpe: Sinnvoll oder Geldverschwendung?

11.09.2026 4 Min. 0 mal gelesen 0 Kommentare
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Jede Wärmepumpe hat einen Heizstab. Aber wann springt er an und was kostet das? Wir erklären, wann der Heizstab sinnvoll ist und wann er zum Kostenfalle wird.

In jeder Wärmepumpe ist ein elektrischer Heizstab verbaut. Er sichert die Wärmeversorgung, wenn die Wärmepumpe an ihre Grenzen stößt. Aber er ist teuer im Betrieb.

Wann springt der Heizstab an?

Der Heizstab (auch Zuheizung genannt) schaltet sich in folgenden Situationen ein:

  1. Sehr tiefe Außentemperaturen (unter -10°C): Die Luft-Wasser-Wärmepumpe verliert an Effizienz und der Heizstab unterstützt.
  2. Warmwasserbereitung: Bei hohen Wassertemperaturen (über 55°C) springt oft der Heizstab an.
  3. Abtauung: Zum Abtauen des Verdampfers wird kurzzeitig Strom benötigt.
  4. Notbetrieb: Bei einem Defekt der Wärmepumpe überbrückt der Heizstab.

Das Kostenproblem

Der Heizstab wandelt Strom direkt in Wärme um (1 kWh Strom = 1 kWh Wärme). Die Wärmepumpe hingegen erzeugt aus 1 kWh Strom etwa 3–4 kWh Wärme (JAZ 3–4).

  • Wärmepumpe (JAZ 4): 0,25 kWh Strom pro kWh Wärme
  • Heizstab: 1,0 kWh Strom pro kWh Wärme

Der Heizstab ist also viermal teurer als die Wärmepumpe.

Wie oft läuft der Heizstab?

📊 Studie: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat im Projekt „WP im Bestand" untersucht, wie oft der Heizstab in der Praxis anspringt. Das Ergebnis: Bei richtig dimensionierten Anlagen läuft der Heizstab unter 5% der Jahresheizarbeit — die Kosten bleiben überschaubar.

Wann wird der Heizstab zum Problem?

  • Falsche Dimensionierung: Wenn die Wärmepumpe zu klein für das Gebäude ist, muss der Heizstab häufiger einspringen.
  • Zu hohe Vorlauftemperatur: Alte Heizkörper benötigen 70°C+ — hier schaltet der Heizstab beim Warmwasser oft an.
  • Defekte Abtauung: Eine fehlerhafte Abtaulogik erhöht den Stromverbrauch.

Tipps, um Heizstab-Kosten zu vermeiden

  1. Heizlast korrekt berechnen: Mit unserem Heizlastrechner ermitteln Sie die benötigte Leistung.
  2. Vorlauftemperatur senken: Hydraulischer Abgleich und niedrige Vorlauftemperaturen reduzieren den Heizstab-Betrieb.
  3. Warmwasser separat: Wenn möglich, das Warmwasser auf 50°C begrenzen statt 60°C.
  4. PV-Anlage nutzen: Wenn der Heizstab tagsüber anspringt, kann Solarstrom die Kosten decken.

Unser Tipp

Lassen Sie die Heizlast professionell berechnen, bevor Sie eine Wärmepumpe kaufen. Eine zu kleine Anlage wird teuer — eine zu große verschwendet Geld bei der Anschaffung.


Quelle: Fraunhofer ISE, Forschungsprojekt „WP im Bestand".

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